Positionen

Schulen

Wir sind mit der zögerlichen Entwicklung der Schulen in unserer Gemeinde nicht zufrieden. Die Ausbildung unserer Kinder hat mehr Aufmerksamkeit verdient. Die Schulen brauchen darum mehr Führung durch den Gemeinderat und klare Zielvorgaben. Die Frage der Modellwahl für die Oberstufe ist erneut zu prüfen und zügig einer Entscheidung zuzuführen. Die Integrationsmassnahmen für fremdsprachige Kinder müssen ausgebaut und die Raumbedürfnisse der Tagesschulen befriedigt werden.

Energie

Wir sind mit der Realisierung der Wärmeverbünde Uettligen und Hinterkappelen sehr erfolgreich unterwegs. Doch wird auch in unserer Gemeinde noch zu viel Öl verbrannt. Auch wenn in der Energiepolitik in erster Linie die kantonalen und eidgenössischen Räte gefragt sind, können wir via Baureglement Einfluss nehmen. Wir wollen, dass hier griffige und klimaschonende Bestimmungen aufgenommen werden.

Öffentlicher Verkehr (ÖV)

Der ÖV zwischen Bern und Hinterkappelen ist von ausserordentlicher Qualität. Problematisch ist die Fahrplandichte in der oberen Gemeinde, so dass in den Stosszeiten viele Sitzplätze fehlen. Das verleitet zum Umstieg auf das eigene Auto, was aber keine nachhaltige Alternative zum ÖV darstellt. Im Blick auf den Klimawandel muss der ÖV, der die vorhandenen Mittel ungleich sparsamer einsetzt, gefördert werden.

Wirtschaft, Steuern, Finanzen

Die wirtschaftliche Förderung der Gemeinde ist dringend. Die Ansiedlung von lärmintensiven Industriebetrieben ist allerdings keine Option. Hingegen stellen wir uns Dienstleistungsbetriebe wie Konzernverwaltungen, Versicherungen oder Teile einer öffentlichen Verwaltung vor. Wir streben damit eine Vermehrung der Steuereinnahmen an. Wir planen keine Erhöhung des Steuersatzes in unserer Gemeinde.

Ein funktionierendes Staatswesen mit Rechtssicherheit und garantierten Menschenrechten hat indessen seinen Preis. Die Frage kann darum nicht heissen, welche Entwicklung uns die vorhandenen Mittel erlauben, sondern vielmehr, welche Mittel wir für eine bestimmte Entwicklung brauchen. Kurz: Wir wollen keine finanzgesteuerte Entwicklung, sondern entwicklungsgesteuerte Finanzen. Wiederkehrende Diskussionen um Steuerreduktionen und Sparpakete betrachten wir als intellektuell unbefriedigend. Die Zukunft kommt mit ganz anderen Herausforderungen auf uns zu.

Wohnraum

Unsere Gemeinde braucht Wohnungen für Junge, Familien und ältere Menschen. Die Zukunft gehört dem genossenschaftlichen Wohnungsbau. Die Wertschöpfung bleibt in der Gemeinde und fliesst nicht an einen gewinnorientierten Investor ab. Dank unserer Initiative erhält die Gemeinde die Chance, die Entwicklung auch im Wohnbereich auf eine nachhaltige Zukunft auszurichten.

Migration

Dank eines kooperativen Gemeinderates, einer engagierten Kirchgemeinde, namhafter Beiträge Privater und der Hilfe vieler Freiwilliger haben wir würdige Unterkünfte geschaffen. Die Aufgaben werden freilich nicht kleiner, geht es jetzt doch darum, fremdsprachige Menschen bei uns zu integrieren. Wir wollen keine Parallelgesellschaften, sondern Menschen, die am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben teilnehmen und ihren Platz im Leben finden.

Kultur

Wohlen ist keine Kulturbrache und soll auch bei fortschreitendem Spardruck keine werden. Kultur ist kein Luxusartikel für gut Betuchte, sondern der Kitt für unsere Gesellschaft. Moby Dick bei der Wohleibrücke, der Singkreis, der Kulturestrich, die Vereine mit ihren Theateraufführungen und die Musikgesellschaften halten unsere Gesellschaft zusammen. Sie brauchen den Rückenwind durch die Gemeinde.